EsterhazyBlog

31 Aug, 2015

Auf der Suche nach dem Herzen des Sultans

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Nachdem christliche Armeen die Osmanen aus Ungarn vertrieben hatten, ließ im Jahr 1693 ein Habsburger Offizier namens Gallo Tesch all das abreißen. Die Zeit tat ein Übriges. Vom prächtigen Gebäudekomplex blieb keine Spur. Aber alte Dokumente schienen deutlich genug zu beschreiben, wo er lag. “Am Alma-Bach” hieß es in einer Beschreibung, in einer anderen “auf dem Weinberg”. Der königliche Statthalter Pál Esterházy hatte sogar, als er den Türbe 1664 besuchte, einen detaillierten Plan der Gebäude und ihrer Schutzmauer angefertigt.

Kitanics hält eine Zeichnung dieser aus der Luft entdeckten Struktur maßstabsgetreu über die alte Karte Pál Esterházys vom Türbe und seinen Nebengebäuden. Alles passt genau zusammen.

Nun muss nur noch gegraben werden. Am 1. September soll es losgehen. Dabei lebt bei aller Freundschaft zwischen Ungarn und Türken deren altes Ringen um Geltung in Szigetvár wieder auf. Es war die Türkei, die das schon seit 2013 laufende Süleyman-Projekt finanziell ermöglichte. Damit gingen aber genaue Vorstellungen einher: Ankara wollte eine Moschee, von den Osmanen in der alten Festung errichtet, nicht nur restaurieren, sondern mit einem neuen, 24 Meter hohen Minarett versehen. Es wäre das höchste Gebäude in Szigetvár geworden.

Inzwischen ist der ungarische Staat mit 200.000 Euro in die Finanzierung eingestiegen, wohl auch um zu demonstrieren, dass der Geist des alten Zrínyi weiterlebt und man finanziell nicht unter türkischer Oberhoheit steht.

Gefunden in: Die Welt

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