26 Jan, 2010
Geschrieben von: Blogger In: Paul
Drei wichtige Aufführungen von Korngolds «Toter Stadt» in jüngerer Zeit: Zürich 2003, Berlin 2004, Salzburg, ebenfalls 2004. Man kann das als Repertoire-Bestätigung für eine Oper werten, die nach ihrer als sensationell empfundenen Doppeluraufführung (1920) von neuer Sachlichkeit lange in die Ecke gedrückt wurde. Die bis heute kritisierte Hollywood-Karriere des exilierten Komponisten tat ein Übriges. In Hagen ist die «Tote Stadt» jetzt erstmals seit 1928 zu hören.
Wie vor ihm schon Günter Krämer (Düsseldorf/Köln) macht Regisseur Paul Esterhazy Anleihen bei dem mit Doppelgängerfiguren spielenden Hitchcock-Film «Vertigo». Doch während Krämer kühle Szenenbilder gegen die morbide Klanglichkeit Korngolds setzte, wird in Hagen eine nippeshafte Einsiedelei gezeigt, mit Bildchen, Erinnerungsstücken, kuriosem Mobiliar (Ausstattung: Pia Janssen).
Gefunden in: kultiversum
18 Nov, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Péter
Am Dienstag ernannte der Oberbürgermeister von Budapest zehn Personen zu Ehrenbürgern der Stadt. Darunter sind viele heimische, aber auch internationale Berümtheiten, u.a. der Schriftsteller Péter Esterházy, der Dirigent und Generalmusikdirektor der Staatsoper, Ádám Fischer, der Historiker Ferenc Glatz sowie weitere Vertreter der Wissenschaften, Architektur und von gesellschaftlichen Organisationen. Auch Gyula Grosics, die heute 83jährige Towartlegende des “Goldenen Teams” der 50er Jahre, erhielt die höchste Auszeichnung, die eine Stadt zu vergeben hat. Grosics gab die Ehrung aber umgehend zurück, mit der Begründung, dass er die einzige Person “aus dem rechten politischen Spektrum” unter den Geehrten sei, was er nicht akzeptieren könne.
Gefunden in: Pester Lloyd
11 Nov, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Péter
Wahrscheinlich ist dieses von David Marton inszenierte Musiktheater die bisher beste Produktion der jungen Ära von Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann; zwei Stunden komischer, melancholischer Disharmonie mit einem fabelhaften Ensemble von acht Schauspielern und Musikern, die sich auf die jüngere Geschichte der alten Familie Esterházy in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konzentrierten; enteignen, überwachen, strafen, und doch auch der verzweifelte Versuch, Würde zu bewahren. … Standing Ovations bei der Premiere.
Gefunden in: Die Presse
24 Oct, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Péter
Der ungarische Schriftsteller Peter Esterhazy wird am kommenden Dienstag (27. Oktober) mit dem Manes-Sperber-Preis für Literatur 2009 ausgezeichnet. Der mit 7.300 Euro dotierte Preis “für hervorragende literarische Leistungen” wird dem 59-jährigen Autor von Kulturministerin Claudia Schmied verliehen, die Laudatio hält Ulrich Weinzierl.
Gefunden in: Der Standard
22 Oct, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Haydn
Wie sehr diese Familie ein Spiegel der österreichisch-ungarischen Monarchie und ihrer heutigen Nachfolgestaaten ist, damit hatte zuletzt Péter Esterházy in “Harmonia Caelestis” beeindruckt.
Franz Esterházy de Galántha, ein anderes Familienmitglied, hätte also vieles nicht nur über “Haydn und die Esterházys” zu erzählen gehabt. Vorausgesetzt, Johannes Grotzky, Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, hätte nicht derart nichtssagende, ja desinteressierte Fragen vor sich hingemurmelt, und das auch noch so unverständlich, dass er im Prinzregententheater mehrfach von “Lauter!”Rufen unterbrochen wurde.
Der junge Graf wusste da auch nur noch in standesgemäßer Zurückhaltung vom einmaligen “Rokokovergnügungspark” und “ungarischen Versailles” zu plaudern: Auf Schloss Eszterháza hatte Joseph Haydn für Fürst Nikolaus I. “den Prachtliebenden” 30 Jahre lang bis zu 170 Vorstellungen im Jahr geleitet. …
Gefunden in: Süddeutsche Zeitung, 19.10.2009, Ausgabe Bayern, München, S. 52
14 Oct, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Esterháza
Schloss Esterháza gilt als das “Versailles” Ungarns, nur die Mittel dafür waren eher die eines Dorfmuseums. Auch das Schloss in Nádasladány musste lange improvisieren, beide Schlösser erleben nun eine systematische Renovierung. …
Bei all den Arbeiten bleibt das Schloss aber die gesamte Zeit für Besucher geöffnet. Die erste Phase der aufwendigen aber längst überfälligen Renovierung, umfasst auch die Restauration der Südfassade, die Reparatur des Dachs des Marionettentheaters und den Um-, bzw. Rückbau des Parks. Diese Maßnahmen sollen 2011 abgeschlossen werden können. 90% der Kosten in Höhe von ca. 7 Mio EUR dafür, kommen aus EU-Mitteln, die Planungen laufen schon seit 2007. …
Gefunden in: Pester Lloyd
Neben der Ehrung Menottis gerät auch die Laudatio Jürgen Kaubes (Frankfurter Allgemeine Zeitung) auf Péter Esterházy zu einem Höhepunkt des Abends. Er nennt elf Gründe, warum der Ungar mit «Keine Kunst» das beste Fußball-Buch des Jahres geschrieben habe. Einer davon: «Das Wort Fußball und verwandte Begriffe kommen in dem Roman auf 250 Seiten 74 Mal vor. In ,Krieg und Frieden‘ von Tolstoi kommt es auf 1300 Seiten kein einziges Mal vor.» Ein weiterer: «Das ist der einzige Roman der Weltliteratur, in dem die Akademie für Fußball-Kultur erwähnt wird.» Esterházy war schon 2006 bei der Gala zu Gast und lässt seinen Erzähler in «Keine Kunst» darüber berichten.
Gefunden in: NÜRNBERGER ZEITUNG
… Er, Weidinger, habe Anfang März mit großem Elan seine Aufgabe als Leiter der Unternehmenssparte Kultur der Esterházy Betriebe begonnen, doch bald feststellen müssen, dass für die zwischen 35 und 70 Millionen Euro geschätzten Renovierungs-Pläne in Schloss Esterházy das Geld selbst “mittelfristig nicht aufzutreiben” sei. Das werde sich auch sobald nicht ändern. “Ich bin aber ein Errichter, ein Gestalter”, so Weidinger, “daher habe ich nach vier Monaten beschlossen, dass das keinen Sinn macht.”
Gefunden in: KURIER
19 Sep, 2009
Geschrieben von: Blogger In: Husaren
Erstmals in der Geschichte der deutsch-französischen Brigade ist gestern bei einem Appell in der Immendinger Ortsmitte ein Kontingent französischer Rekruten ins dritte Husarenregiment aufgenommen worden, das eine gemeinsame Grundausbildung mit Soldaten des deutschen Artilleriebataillons 295 absolviert hat. Kommandeur Colonel Benoit Paris betonte die Bedeutung dieser Zeremonie für die binationale Freundschaft.
Für die jungen französischen Soldaten bedeutete der Appell mit ihrer Vorstellung gegenüber der Standarte des Regiments und der Übergabe ihrer Kopfbedeckung - des „Képi” - das Ende ihrer Grundausbildung und den offiziellen Beginn ihres Diensts an Frankreich innerhalb der Esterhazy-Husaren.
Gefunden in: SÜDKURIER